Panzersperre «Toblerone»

 

Kilometerweit zieht sich eine Geländepanzersperre aus armiertem Beton im schwyzerischen Schübelbach quer durch die Linthebene. Früher einmal zur Landesverteidigung erstellt, ist sie heute in Vergessenheit geraten. Sie wird nicht mehr gepflegt, als Müllhalde missbraucht und der Verbuschung überlassen. Das Büro für ökologische Optimierungen hat im Auftrag der Stiftung «Lebensraum Linthebene» ein Aufwertungskonzept ausgearbeitet.

 

Wer sorgt für Ordnung?

Man darf davon ausgehen, dass diese illegale Müllhalde in der Gemeinde bekannt war. Natürlich stellt sich die Frage, warum das wachende Auge der Anwohner und der Behörden über Jahre freundlich weggeschaut haben. Man wird es nie herausfinden. Anstattdessen schreitet die Stiftung «Lebensraum Linthebene» zur Tat. Denn sie hatte das grosse ökologische Potenzial schon lange erkannt. Dank einem Unterstützungsbeitrag der Arma-Suisse konnte sie diesen Frühling mit Hilfe von Zivildienstleistenden eine gross angelegte Entrümpelungsaktion starten.

 

Ein Relikt wieder zum Leben erwecken

Als brach liegender, kaum bewirtschafteter Streifen, quert diese Panzersperre die gesamte Linthebene: Von Reichenburg über Buttikon bis zur Autobahn A3 auf der Höhe Mühlenen bei Tuggen. Die Idee: Das Relikt aus Betonbauten könnte vielen Wildtieren einen neuen Lebensraum bieten, sie könnten sich gut geschützt quer durch die Linthebene fortbewegen. 

 

Vorbilder?

In Anbetracht der schieren Menge der hier straffrei abgelagerten Materialien, stellt sich die Frage, wo die Vorbildfunktion der Erwachsenen gegenüber den Kindern geblieben geblieben ist.

 

Kleinstrukturen schaffen

Um die Eigenschaften der Sperre als Vernetzungsachse zu optimieren, hat die Stiftung «Lebensraum Linthebene» das Projekt «Toblerone» ins Leben gerufen. Auflichtungen, kleine Tümpel, Steinhaufen, Wiesenstreifen und weitere wertvolle Kleinstrukturen sollen aus dem mit Abfall durchsetzten, verbuschten Streifen ein Paradies für Pflanzen, Schmetterlinge, heckenbrütende Vögel, Kleinsäuger und andere Tiere werden lassen. 

 

Zivis im Einsatz

Die ersten Arbeiten wurden bereits durchgeführt. Zusammen mit einem Landwirt haben Zivildienstleistende der Stiftung «Lebensraum Linthebene» haufenweise Abfall aus der Sperre geborgen und entsorgt.

 

Fortsetzung folgt...

Noch sind die Arbeiten nicht abgeschlossen. Die nächsten Schritte werden mit den angrenzenden Eigentümern und Bewirtschaftern geplant.