Aufwertung Dreiwässern

 

Um die Lebensraumqualität für Tiere und Pflanzen im Naturschutzgebiet «Dreiwässern» zu verbessern, plant der WWF Schwyz zusammen mit dem Büro für ökologische Optimierungen GmbH verschiedene Unterhalts- und Aufwertungsmassnahmen.

 

Ehemalige Kiesgrube «Bleiken»

Dort wo die zwei Flüsse Alp und Sihl in Feusisberg SZ zusammenfliessen, befindet sich das Naturschutzgebiet «Dreiwässern». Es handelt sich dabei um das ehemalige Abbaugebiet der Kiesgrube «Bleiken». Kiesgruben bilden für sehr viele Amphibienarten wichtige Sekundärlebensräume, da durch den Kiesabbau oft eine grosse Vielfalt an Laichgewässern geschaffen wird. Einerseits entstehen laufend neue Laichgewässer mit Pioniercharakter und andererseits bilden sich in den bereits abgebauten Grubenbereichen permanent wasserführende, fischfreie Gewässer. Als in der Kiesgrube «Bleiken» noch regelmässig Kies abgebaut wurde, war sie ein Paradies für Unken, Kröten, Frösche und Libellen. Zu Beginn der achtziger Jahre wurde die Kiesgrube jedoch, mit Ausnahme des Schlammabsetzbeckens, aufgefüllt.

 

Projekt Dreiwässern 2004/2005

Der WWF Schwyz setzte sich damals intensiv für den Erhalt des Gebiets als wertvolles Habitat für Flora und Fauna ein. Zu Beginn der Jahrtausendwende renaturierte der WWF Schwyz die ehemalige Kiesgrube und sicherte so einen wichtigen Lebensraum. Heute ist das Naturschutzgebiet ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und beherbergt grössere Populationen von Grasfröschen, Erdkröten, Bergmolchen, Alpen- und Feuersalamandern sowie der seltenen Gelbbauchunken.

 

Aus Wasser wird Land

Ohne dynamische Prozesse, wie sie etwa in Kiesgruben und natürlicherweise in Auen- oder Bergsturzgebieten vorkommen, wachsen stehende und langsam fliessende Gewässer allmählich zu. Die Sedimentation von organischem Material führt dazu, dass die Pflanzen immer weiter Richtung Gewässermitte wachsen und die Gewässer nach und nach verlanden. Die meisten Gewässer müssen daher für ihren Erhalt regelmässig gepflegt werden.

 

Aufwertungsprojekt in Planung

Mittlerweile ist der Verlandungsprozess der Gewässer im Naturschutzgebiet «Dreiwässern» sehr stark fortgeschritten. Der Damm des ehemaligen Schlammabsetzbeckens, welches heute ein Amphibienweiher ist, weist ein Leck auf und muss abgedichtet werden. Mit dem Ausbaggern bestehender und dem Bau neuer Tümpel soll die Gewässersituation für Amphibien und Libellen wieder verbessert werden. Durch die Erstellung einiger Gräben mit Stautafeln werden weitere neue Laichgewässer geschaffen. Zudem wird dadurch die Bewirtschaftung erleichtert, wodurch wiederum der Verbuschung entgegengewirkt werden kann. Mit dem Bau mehrerer Ast- und Steinhaufen werden Unterschlüpfe für zahlreiche Tierarten erstellt.

Eine weitere Massnahme ist die ökologische Aufwertung des Waldrandes. Mit gezielten Holzschlägen soll ein Krautsaum und Strauchgürtel gefördert und dadurch die Vielfalt von Flora und Fauna gesteigert werden.