Im Rahmen des Projekts «Hochwasserschutz Linth 2000» wurden potenzielle Vernetzungsflächen zwischen den beiden Schutzgebieten Benkner-, Burger- und Kaltbrunner Riet sowie Vorder Benkner Riet (Schulreservat) ausgeschieden. Seither werden die betroffenen Flächen im Grundeigentum der Ortsgemeinde Benken gemäss den Bestimmungen der Schutzverordnung extensiv bewirtschaftet.
Um das Ziel einer funktionierenden Vernetzungsachse zu erreichen und damit einen effektiven Austausch isolierter Populationen zwischen den beiden Flachmooren von nationaler Bedeutung zu ermöglichen, sind zusätzliche (Leit-)Strukturen erforderlich.
Vor diesem Hintergrund beauftragte das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) St. Gallen im Frühjahr 2023 in Absprache mit der Ortsgemeinde Benken das Büro für Ökologische Optimierungen in Tuggen mit der Erarbeitung eines Grobkonzepts. Dieses zeigte mögliche Aufwertungsmassnahmen zur Verbesserung der ökologischen Vernetzung auf. Die vorgeschlagenen Ideen wurden dem ANJF, der Ortsgemeinde Benken sowie den betroffenen Bewirtschaftern im Rahmen einer gemeinsamen Begehung vorgestellt. Die Grundhaltung seitens Bewirtschafter und Ortsgemeinde war positiv, weshalb in einem nächsten Schritt ein Detailkonzept erarbeitet wurde. Dieses umfasst einen Leitfaden für die Umsetzung, eine Kostenschätzung sowie Realisierungspläne und berücksichtigt wichtige Anliegen der Grundeigentümerin und der Bewirtschafter.
Im Jahr 2025 starteten die ersten Umsetzungen auf zwei der drei vorgesehenen Vernetzungsflächen. Bis Ende 2027 werden auf diesen Flächen Heckenabschnitte gepflanzt, blumenreiche Wiesen und Krautsäume angesät sowie Kleinstrukturen wie Asthaufen und Gewässerbiotope erstellt. Sobald die rechtlichen Grundlagen geklärt sind, wird auch die dritte Fläche mit denselben Massnahmen aufgewertet.
An den Projektkosten beteiligen sich der Kanton St.Gallen (ANJF), die Ortsgemeinde sowie die Politische Gemeinde Benken. Die Stiftung Lebensraum Linthebene leistet im Rahmen ihres Wieselförderprojekts Eigenleistungen.







