Wildbienen mit Nisthilfen fördern!

 

Was ist ein Insektenhotel?

Unter dem Begriff „Insektenhotel“ versteht man Nisthilfen für Insekten, hauptsächlich für Wildbienen (daher auch oft „Bienenhotel“ genannt). Diese Tiere nisten in Rohren in Holz, Lehm, Stein oder Pflanzenstängeln oder nagen sich eigenständig Gänge.

 

Warum werden solche Nisthilfen benötigt?

In einer dicht besiedelten und „aufgeräumten“ Landschaft finden sich immer weniger Nistmoglichkeiten oder passende Futterpflanzen für viele Insekten. Daher ist die Zahl der Wildbienen und anderer nützlicher Insekten in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Wildbienen benötigen Totholz, Natursteinmauern, sandige Flächen oder unbewachsene Erde sowie heimische Wildkrauter. 

 

Welche Insekten leben in einem Insektenhotel?

In einem Insektenhotel siedeln sich hauptsächlich Einsiedlerbienen an. In der Schweiz gibt es rund 600 Bienenarten, die zur Abgrenzung von der domestizierten Honigbiene unter dem Begriff „Wildbienen“ zusammengefasst werden. Darunter gibt es viele Arten, die nicht in Staaten, sondern einzeln leben. Die weiblichen Bienen nutzen die vorgebohrten Löcher als Nistplatz. Weiterhin findet man in solchen Hotels auch Einsiedlerwespen, die - ähnlich wie die Einsiedlerbienen - die Rohren als Nistplatz verwenden. Natürlich können sich auch weitere Insekten ansiedeln, z.B. Käfer oder Ohrwürmer.

 

Sind Wildbienen gefährlich?

Nein, Wildbienen sind äusserst friedlich! Auch die Hummeln gehören zu den Wildbienen und obwohl die weiblichen Tiere stechen können, ist ihre Friedfertigkeit bekannt. Die meisten Einsiedlerbienen, die sich in einem Insektenhotel ansiedeln, sind nur wenige Millimeter groß und selbst wenn sie angreifen würden, könnte ihr Stachel unsere Haut nicht durchdringen. Weiterhin ist ihr Gift weniger stark als das der Honigbiene. Dasselbe gilt für die Einsiedlerwespen, die sich im Unterschied zu den Wildbienen räuberisch ernähren. Sie sind hervorragende natürliche Schäd- lingsbekämpfer. 

 

Nützlinge

Durch den Rückgang dieser nützlichen Insekten gerät ein eingespieltes ökologisches System aus dem Gleichgewicht. Geht die Zahl dieser fleissigen Bestäuber zurück, fallen Ernten geringer aus, mit wirtschaftlichen Folgen. Fehlen die Räuber, können sich Schädlinge wie z.B. Blattläuse überproportional vermehren. Wird gegen diese „Plage“ mit der Giftspritze vorgegangen, gehen dabei auch weitere Nützlinge zugrunde. Bietet man dagegen Nützlingen Unterschlupf, wird sich auf natürliche Weise ein Gleichgewicht wieder einstellen. Auch dienen diese Insekten als Nahrungsgrundlage für andere Tiere wie z.B. Vögel, Amphibien, Kleinsäuger oder auch anderen Insekten. 

 

 

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